
Eine Werft aus Bremerhaven (Fischereihafen) beauftragte uns mit der Erstellung von Planungszeichnungen für die Positionierung und die Nutzung eines Schwimmdocks

Schwimmdock 2
Tragfähigkeit: 4.500 t
Lichte Weite: 21,30 m
Länge: 100,00 m
Wassertiefe über Kielblöcken: 4,70 m
Kran (1):
4,50 t bei 15,00 m
2,50 t bei 23,00 m
Grundlage der Arbeiten bildeten die geometrischen Daten des Schwimmdocks sowie des einzudockenden Schiffes, ergänzt durch die örtlichen Gegebenheiten im Hafenbereich. Hierzu zählten insbesondere verfügbare Liegeflächen, Wassertiefen, Uferbeschaffenheiten sowie vorhandene Festmacheinrichtungen.


Ergänzende Informationen aus Katasterunterlagen sowie teils stark überalterten Bestandszeichnungen wurden zunächst digitalisiert und in AutoCAD zu maßstabsgetreuen Modellen aufbereitet, wobei erforderliche Nachmessungen vor Ort durchgeführt und in die Modellierung integriert wurden.

Auf Basis dieser Daten erfolgte die Entwicklung eines Verholkonzepts unter Berücksichtigung von Wind-, Strömungs- und Wasserstandsverhältnissen. Ziel war eine sichere und kontrollierte Positionierung des Schwimmdocks während aller Phasen des Manövers. Dabei wurden mögliche Verholwege analysiert, geeignete Drehpunkte definiert und der Einsatz von Schleppern sowie Winden abgestimmt.
Ein wesentlicher Bestandteil der Planung war die Festlegung der Verholpunkte sowie die Ausarbeitung der Leinenführung.
Hierbei wurden sinnvolle Kraftverläufe berücksichtigt, um ungünstige Winkel und Überlastungen zu vermeiden. Parallel dazu erfolgte eine Abschätzung der auftretenden Kräfte aus Wind- und Strömungseinflüssen sowie die Definition von Sicherheitsreserven.


Die Planungszeichnungen wurden in mehreren Ebenen aufgebaut. In der Draufsicht wurden die Positionen von Dock und Schiff, Verholrichtungen, Schlepperpositionen sowie sicherheitsrelevante Abstände dargestellt. Ergänzend wurden Schnitt- und Detaildarstellungen erstellt, die insbesondere Tiefgänge, Auflagerpunkte sowie kritische Bereiche während des Eindockvorgangs visualisieren.
Der Verholablauf wurde in einzelne, klar definierte Schritte gegliedert – von der Ausgangsposition über das kontrollierte Verholen und die Feinpositionierung bis hin zum eigentlichen Eindockvorgang mit Fluten und Lenzen des Docks.


Diese Ablaufsequenz wurde Bestandteil der Zeichnung und diente als Grundlage für die Abstimmung aller beteiligten Gewerke, wie Hafenamt, Werft, Schlepper und operativen Personal. Die fertige Planungsunterlage stellt somit einen kombinierten Manöver- und Sicherheitsplan dar, der geometrische, betriebliche und sicherheitsrelevante Aspekte integriert und eine zuverlässige Durchführung des Verhol- und Eindockvorgangs gewährleistet.

