
Unser spanisches Partnerbüro beauftragte uns im Namen eines dortigen Versicherers zur Verladeüberwachung von acht Gondeln à 379 t Stückgewicht am Standort Cuxhaven

Der Transport der Ladung erfolgte mittels eines 12-achsigen SPMT-Moduls des Typs Goldhofer THP/SL sowie eines 14-achsigen SPMT-Moduls des Typs Goldhofer PST/SL-E; die zulässige Achslast betrug jeweils 36,6 t bei einer maximal zulässigen Fahrgeschwindigkeit von 5 km/h.

Die Länge der Transportstrecke vom Hersteller bis zum Hafen betrug ca. 700 m.

Vor der Verladung führten wir eine Zustandskontrolle durch und dokumentierten dabei die Beschaffenheit der Komponenten sowie das Vorhandensein der Markierungen.

Die ROTRA VENTE ist ein RoRo-Schiff für den Transport von Offshore-Windenergiekomponenten. Das Gesamtladungsgewicht der MS „ROTRA VENTE“ beträgt knapp 4500 t.

Das Schiff wurde im Auftrag von Siemens Wind Power aus einem ehemaligen Containerschiff umgebaut.

ROTRA VENTE:
Baujahr: 1999
IMO-Nr.: 9193251
Call Sign: PBBQ
Flagge: Niederlande (Netherlands)
DWT (Deadweight): ca. 11.000 t
LOA (Length overall): ca. 167,0 m

Ladeoperation:
Nach dem Öffnen der Bugklappe und dem Ausklappen der Auffahrtrampe erfolgte eine Inaugenscheinnahme des Schiffs.

Gemeinsam mit der Besatzung wurden Fragen zur Beladung und Ladungssicherung geklärt.

Zuerst wurde das Ballastwasser angepasst, um den Auffahrtswinkel entlang der Rampe zu reduzieren.

Zwischen Ladung und Schiffsdeck wurden großflächig Antirutschmatten ausgelegt.

Die Ladung wurde peu à peu vom Vorplatz über die Rampe bis zur vorgesehenen Position im Schiff bewegt.

Es wurden sowohl die vorhandenen angeschweißten D-Ringe als auch im Schiffsboden eingelassene, fest im Deck integrierte Zurr- bzw. Laschpunkte zur Ladungssicherung genutzt. Durch die Vielzahl der vorhandenen Laschpunkte waren Schweißarbeiten nicht erforderlich.

Verwendetes Material:
D-Ringe an der Ladung mit BL 500 KN, Haken + Kette 13 mm MBL 20 T sowie Zurrspannschlösser (Turnbuckles). Zusätzliche Ladung (Materialkisten) wurde mit Gurten gegen Verrutschen gesichert.

Stromkabel wurden an die jeweiligen Nacellen für eine Grundversorgung angeschlossen.

Im Rahmen einer abschließenden Zustandskontrolle wurde die Ladungssicherung gemeinsam mit dem Supercargo und der Schiffsführung geprüft und abgenommen.

Die gesamte Operation – vom Vorholen der Nacellen aus der Produktion bis zum Abschluss der Ladungssicherung – konnte innerhalb von nur sieben Stunden abgeschlossen werden. Beim Auslaufen wurde uns vom Schiffspersonal ein GM von 1,68 m mitgeteilt.

Abschließend wurde ein ausführliches Verladeprotokoll erstellt.

