
Beauftragung durch eine deutsche Zertifizierungs- und Prüfgesellschaft zur Umschlagskontrolle eines Muldenkippers sowie zur Anfertigung von Verlade- und Hebezeichnungen

Da keine Hebe- und Ladungssicherungsinstruktionen vorlagen, wurde im Rahmen einer Vor-Ort-Besichtung Verlademöglichkeiten des Muldenkippers geprüft.
Bei der Ermittlung des Gesamtgewichtes musste beachtet werden, dass die Mulde und zwei Vorderräder sowie zwei von vier Hinterrädern demontiert waren. Basierend auf dem Caterpillar-Datenblatt ermittelten wir aus 73 t Fahrzeugkomplettgewicht abzüglich 16 t Mulde sowie abzüglich 4 × 1,7 t für die Räder als resultierendes Gesamtgewicht 50,2 t.


Laut Unterlagen besitzt der Caterpillar 777D die folgenden Abmessungen: Länge 9,78 m, Breite 6,1 m (Betriebsbreite) und Höhe 4,57 m bis zur Oberkante des ROPS/Kabinenschutzes. Ergänzend beträgt der Radstand 4,57 m und die Breite über die hinteren Reifen 5,26 m. Zusammengefasst ergibt sich damit ein Außenmaß von etwa 9,8 × 6,1 × 4,6 m (L × B × H).

Im Hafen in Regensburg fanden wir die Ladung auf einer 2+4-Achs-Baggerbrücke ladungsgesichert vor.
Der Muldenkipper war zirka 20 bis 25 Jahre alt. An der Ladung waren keine gekennzeichneten Anschlagpunkte (Lifting Points) bzw. Schwerpunktangaben erkennbar.


Im Hafen wurde geprüft, welche Lastaufnahmemittel (z. B. Traversen) zur Verfügung stehen, um den Muldenkipper in das Binnenschiff zu heben.
Da der Schwerpunkt der Ladung aufgrund der Demontage von Bauteilen unbekannt war und eine Punktbelastung des Schiffsbodens beim Absetzen vermieden werden musste, entschieden wir uns für einen Tandemhub mit zwei Mobilkränen.


Die beiden Mobilkräne wurden positioniert und die Ladung angeschlagen. Nach einer kurzen Besprechung mit allen Beteiligten sowie Herstellung der Funkverbindung konnte die Ladung in das Binnenschiff gehoben werden.
Dort wurden unter den Auflageflächen zusätzlich Lastverteilmatten und massive Holzklötze ausgelegt, um die Last gleichmäßig in den Schiffsboden einzuleiten.


Zum Leistungsumfang gehörte ebenfalls die Ableitung von Verlade- und Hebezeichnungen aus einem 3D-Modell, um zukünftige Hebevorgänge optimal planen und geeignete Krantechnik vorab bereitstellen zu können.

